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Fiore dei Liberi 1409, Wrestling & Dagger, December 2007, Ochs Munich
Am ersten Dezemberwochenende veranstaltete Ochs - historische Kampfkünste ein Seminar zum Thema Ringen und Dolch nach Fiore dei Liberi mit Colin Richards von Arts of Mars in München. Die Mehrzahl der Teilnehmer wurde von Ochs selbst gestellt, aber auch Mitglieder anderer Gruppen wie zum Beispiel der Blossfechter, der HEMAC [und der Gesellschaft für pragmatische Schriftlichkeit] nahmen mit Begeisterung teil.
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Der erste Tag begann mit einer Einführung in die Lehren Fiores. Colins Talent, aus diesen die grundlegenden Prinzipien herauszuarbeiten, bescherte den meisten ein Aha-Erlebnis der besonderen Art als es um das Verständnis der Techniken ging. Die Reduzierung auf vier grundlegende Stellungen - Langort, Eberzahn, Eisentor, Kron - machen mit den entsprechenden Angriffs- und Abwehrtechniken Fiore dei Liberi zu einem sehr praktikablen System.
Weiter ging es mit einigen Ringertechniken aus dem Repertoire Fiores, die aufeinander aufbauten und am Ende des ersten Tages in erste Techniken mit dem Dolch mündeten.
Die Tischgespräche beim gemeinsamen Abendessen kreisten um die Kunst der alten Meister. Für mich, als Fechter der deutschen Schule, war es sehr aufschlussreich, die Erläuterungen Colins zu Fiores Fechtweise mit dem langen Schwert zu hören. Gerade hiermit werde ich mich sicher in Zukunft stärker beschäftigen.
Am zweiten Tag arbeiteten wir mit dem Dolch, beginnend mit einfachen Abwehrtechniken bis hin zu komplexeren Handlungen mit Würfen und Hebeln. Colins „Flow Drills" werden sicher Eingang in unser tägliches Training finden, erlauben sie doch ein realitätsbezogenes Training. In der Abschlussbesprechung wurden alle Techniken nochmals beleuchtet und auf Fragen der Teilnehmer eingegangen; Zudem gab Colin einen Überblick über seine Arbeit zu Fiore und den Stand der Forschung befreundeter "Researcher".
Wer Colin kennt, weiß, dass es weder im Training noch in den Pausen langweilig wurde. ...
Sicher wird im kommenden Jahr wieder ein Seminar stattfinden. Ganz oben auf meinem Wunschzettel steht Fechten mit dem langen Schwert ... nach Fiore. Bleibt noch zu erwähnen, dass der Preis des Seminars geradezu ein Schnäppchen war, insbesondere da Colins Lehrbuch, das eines der besten - wenn nicht gar das beste - Buch zu diesem Thema ist, im Preis inbegriffen war.
http://www.schwertkampf-ochs.de see "Seminarberichte"
Sword & Shield, April 2005, Gladius et Codex, Zürich
„Wir laden euch ein, zu einem Seminar der Extra-Klasse: Colin "Rab" Richards, ein Fachexperte und Pionier der Wikinger und frühmittelalterlichen Re-Enactment Szene in Grossbritannien und Skandinavien, lehrt den Kampf mit dem runden Schild und Schwert."
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Am 16. und 17. April konnte das Wikinger Seminar in Zürich durchgeführt werden. Zahlreiche Teilnehmer aus der Umgebung von Zürich, Solothurn, Aarau, Luzern und Basel, sowie aus Deutschland und Österreich waren gekommen.
Colin startete mit einer kurzen Einführung zur Kampftechnik der Wikinger. Tatsache ist, dass es keine schriftlichen Überlieferungen davon gibt. Einiges wurde unter anderem vom Towerfechtbuch I.33 übernommen, anderes wurde durch ausprobieren hinzu gefügt. Wir begannen mit praktischen Übungen zum Stand und vor allem der Schrittarbeit. Die Wichtigkeit und den Einsatz des korrekten Schrittes führte uns Colin während dem ganzen Seminar immer wieder vor Augen. Gespannt waren alle, als dann die ersten Übungen mit dem Schild begannen. Haltung, Position und Drehmoment. Mit dem Schwert „um das Schild schlagen", ...
Schnell hat sich dann praktisch herausgestellt, dass unsere Schilde, die wir (Lukas, Ixe, Marcel) von GeC nach einer Vorlage gebaut hatten, zu gross und damit auch zu schwer waren. Trotzdem „kämpften" wir uns bis zum Mittagessen durch. Nachdem Colin uns einen Überblick über den Schildeinsatz, seiner Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile eindrücklich demonstriert und erläutert hatte, haben wir uns bei der Mittagespause kurzerhand entschieden, die Schilder auf einen Durchmesser von 60cm zu verkleinern. Dank dem Einsatz 3er Stichsägen und einiger Teilnehmer gelang es uns in Rekordzeit die Schilder zu kürzen. Die ehemals runde Form des Schildes war zwar nachher nicht mehr bei allen Schilden zu erkennen, aber die Funktion war wichtiger als die Optik.
Am Nachmittag lernten wir verschiedene Techniken mit gekreuzten Klingen. Das Gefühl für Druck und Gegendruck bei angebundenen Waffen konnte bei einigen Übungen wahrgenommen werden. Als Abschluss gab es eine Vorschau auf den 2ten Tag, der vor allem im Zeichen des Schildeinsatzes stehen sollte. Am Abend waren einige gemütlich bei einem „Znacht", bei angeregten Gesprächen und dem Austausch von nationalen und internationalen Witzen zusammen.
Der Sonntag begann mit einer kurzen Repetition des Vortages, insbesondere natürlich auch der Schrittarbeit. Dass der Schild nicht nur als passives Verteidigungsmittel, sondern auch als aggressive „Angriffswaffe" benutz werden kann, wurde heute sehr deutlich. Colin beendete das Seminar mit einem kleinen „Sparring", das systematisch aufgebaut wurde. Schnell war vielen klar, dass es gar nicht so einfach ist, das gegnerische Schwert mit seinem Schild „auf zu fangen".
Die 2 langen, lehrreichen, sehr gut aufgebauten und Dank Colins vielen „Humor-Einlagen" auch sehr unterhaltsame Tage, spürten die meisten nicht nur körperlich. Die über 50 Techniken waren auch im Geiste zu spüren. Für dieses gelungene Seminar danke ich allen Mitwirkenden, allen Helfer, Colin und seinem „Prügelknaben" Mathias und natürlich allen Teilnehmern.
http://www.gladiusetcodex.ch/archive/colin_wikinger05.html
Sword & Shield Seminar, March 2004, Ochs Munich
On 6th /7th of March Ochs was proud to host an seminar on sword & shield, Italian longsword and dagger with Colin Richards. We know Colin as a great instructor with a really outstanding teaching experience and teaching ability and therefore we wanted him to show us his approach to mainly medieval sword & shield combat.
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In addition we asked him to give us a brief overview over De Liberis longsword and dagger material, which was of special interest in terms of comparing the system with our beloved and familiar uncle Liechtenauer method. And for all 22 seminar participants the seminar surpassed all expectations: Colin´s humorous presentation combined with very clear structured explanations made it very easy to follow his thoughts and the underlying ideas / principles of the presented techniques. This is important especially when it comes to sword & shield techniques which cannot be re-read in manuals. The presented movements were very plausible and worked quite well even for beginners in that field, which we are. Colin based the sword & shield techniques on his study of I33, research within historical pictorial material, skeleton finds of the battle of Visby, shield finds and last but not least his long time martial background in various arts.
Be it sword & shield, longsword, dagger or unarmed Colin impressed throughout with profound and precise body- and weapon-movements. His knowledge about biomechanics and the speed, power and agility he develops while transforming that knowledge into "Ernstfechten" is surprising (or not!), if you know his "master-Paulus-Kal"-like shaped body... ;-)
His methodical and didactical way of teaching is one of the best I have ever had the chance to experience. Even the snob-like 12 or something Italian longsword "poste" made sense when performed by him: "I think De Liberi established his fighting system for noblemen in order to survive on the "piazza" of medieval Ferrara or other Italian towns..." They suddenly looked very natural and straight... what is quite important for a scholar of the rather mathematical and non-fancy German system... :-)
And a personal side-note: The seminar was a big success. I learned a lot, suffered from an overloaded brain and had several funny hours with our favourite toys.
Finally: Colin "Rab" Richards is truly "a mate you can steal horses with" (common German saying)...!
http://www.schwertkampf-ochs.de see "Seminarberichte"
